Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

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Stielke
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Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

Beitrag von Stielke »

Die drei ??? – Erbe des Drachen“ (2023)
Justus Jonas, Peter Shaw und Bob Andrews führen ein Detektivbüro in Rocky Beach, Kalifornien. Während ihrer Sommerferien reisen sie nach Transsylvanien in Rumänien zum Filmset des Gruselfilms "Dracula Rises". Peters Vater ist für die Spezialeffekte verantwortlich und hat ihnen ein Praktikum am Filmset arrangiert. Das alte Schloss, das als Originalkulisse für den Vampirfilm dient, birgt merkwürdige Ereignisse, darunter unheimliche Geräusche auf den Fluren und das Verschwinden eines damals 13-jährigen Jungen vor 50 Jahren. Justus, Peter und Bob nehmen die Ermittlungen auf, um herauszufinden, was es mit diesen Vorkommnissen auf sich hat.
Habt ihr den Film gesehen? Hat er euch gefallen?
Aus der Millionenstadt auf nach Rocky Beach :::blacky:::
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Mr. Murphy
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Re: Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

Beitrag von Mr. Murphy »

Ich hatte den Film damals im Kino gesehen. Mir hatte der Film gut gefallen. Nicht sehr gut aber gut. Man merkte, dass die Geschichte von Marx stammt. Das Schauspielerensemble war überwiegend sehr gut. Von den drei Hauptprotagonisten haben mir Peter und Justus am besten gefallen. Bei Tante Mathilda und Onkel Titus handelte es sich meiner Meinung nach allerdings um Fehlbesetzungen. Das ist aber bei der Bewertung des Films nicht weiter ins Gewicht gefallen.
Ich habe vorhin einen alten Bekannten gesehen! Der Potter geht jetzt barfuß und im weißen Gewand ein neues Smartphone kaufen!
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Perry Clifton
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Re: Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

Beitrag von Perry Clifton »

Hier mein Review:

Ich muss sagen, der Film war echt okay. Natürlich wollte ich nur einen schönen Kinonachmittag erleben und habe den Ultra-Kritiker bewusst zu Hause gelassen; aber erfreulicherweise wäre das gar nicht nötig gewesen ;-)

Der Film ist nicht nur besser als die beiden alten Filme, er ist auch an sich unterhaltsam und an einigen Stellen sogar leicht Gänsehaut-erzeugend. Warum ich ihn nur gut und nicht richtig super finde, geht allerdings mehr ins Detail. Im Großen und Ganzen ist aber wenig auszusetzen und ich würde eine Fortsetzung gucken.

Ab hier mögliche Spoiler:

Der Anfang hat mich echt abgeholt. Kalifornien-Atmo pur, Rocky Beach super umgesetzt, der Schrottplatz sehr gelungen (nur die Wohnwagen-Ecke war ein bisschen klein). Geht doch! Schön. Natürlich wird man nie sein persönliches Rocky Beach mit seinen eigenen Drei ??? im Kino sehen, aber das hier ist eine Version, mit der ich problemlos leben kann.

Nun zu den Schauspielern. Für mich am gelungensten ist eindeutig Peter, den würde ich 1:1 in jede DDF-Verfilmung übernehmen. Bob hingegen gefiel mir überhaupt nicht und passte auch nicht zur Rolle, imho. Der Schauspieler von Justus hat zwar gut gespielt, passte aber optisch wirklich nicht. Etwas dicker, etwas älter, schwarze Haare, unbedingt. Und Tante Mathilda und Titus passten auch kein Stück. Alle anderen waren okay.

Um bei der Nostalgie zu bleiben - denn der Mittelteil ist ja eher anders angelegt - bleiben noch die Kartenübergabe am Ende zu erwähnen sowie auch die Szene in der Zentrale; wirklich schön umgesetzt.

Zu einigen Easter Eggs: Die deutlicheren hätte ich nicht gebraucht, wie den Anruf von Pico, die Erwähnung von Toteninsel und Poltergeist usw. Die etwas subtileren gefielen mir hingegen sehr. Der Rumäne am Ende hätte einen tollen Potter abgegeben, das Alarmsystem in der Gruft erinnerte ein bisschen an den Teufelsberg und dergleichen mehr. Verschwundener Filmstar hat sicher auch Pate gestanden.

Der Fall an sich war leider nichts Besonderes. Das Setting war sehr schön, mit der alten Burg. Aber der Film verlässt sich sehr darauf, dass man die drei Fragezeichen bereits kennt und dementsprechend gibt es auch keine große storymäßige Einführung in die Detektivarbeit. Man ermittelt einfach mal zaghaft drauf los. Einige Stellen sind durchaus spannend, aber man wird keine riesigen Überraschungen erleben.

Jetzt zum kritischsten Teil: Das Drama mit Peters Vater war echt herbeibemüht und unnötig. Die folgenden Streitereien und Sticheleien ebenfalls. Hier merkt man Marx' Handschrift deutlich und das Buch zum Film muss ich dann wohl auch nicht lesen... Er treibt es zwar nicht so sehr auf die Spitze wie sonst häufig, aber man bemerkt es doch. Die Dialoge im Film sind nicht sehr gut, die Gags zünden nicht und die zahlreichen Sticheleien gegen Justus im letzten Drittel sind im Film auch komplett ungerechtfertigt; dementsprechend steht dieser Justus auch etwas ratlos daneben, als müsse er zuhören wie jemand angeschnauzt wird, den er gar nicht kennt ;-)

Richtig cringe war die Szene, in der Peter die "Wir sind keine Detektive, wir sind Kinder!" Rede hält. Das war wirklich nur noch 'nope'.

Aber den Film nur darauf zu reduzieren, täte ihm wirklich Unrecht, denn es funktioniert vieles und die Spannung ist da. (Als Bela Lugosi Fan muss man bei dem Dracula natürlich mal ein Auge zudrücken...).

Oh, eins noch: Das zweite 'nope' war die Mark Forster Mucke am Ende. Neeeee, echt nicht meins.

Aber ein zweiter Film, der in Rocky Beach spielen würde, mit der gleiche Machart und ein paar Verbesserungen hier und da? Count me in. Bin selbst überrascht :-)


Nachtrag:

Ich habe nochmal über den Film nachgedacht und aus einigen Quellen (Reviews, Twitter) weitere Eindrücke gesammelt.

Abgesehen von meinem persönlichen Eindruck, den ich ja schon beschrieben habe, interessierte mich die Frage, ob das ein Kinderfilm ist bzw. wie er Kindern wohl gefällt. Schließlich sind diese ja die eigentliche Zielgruppe, und die Altfans sind nicht diejenigen, auf die so ein Film abzielt... oder?

Also, im Kino sah ich viele Kinder (erwartbar) und einige Eltern. Außerdem ein paar wenige Erwachsene, die sendungsbewusst Kompetenz und Würde ausstrahlten, während sie in Wahrheit bloß einen Kinderfilm über ihre liebsten Juniordetektive sehen wollten (so wie ich ;-) ).

Mein Eindruck im Kino war dann, dass im Film viel für die Nostalgie der Hörspielhörer (also ältere Fans) getan wurde. Der Ton war auch größtenteils ziemlich ernst. Es gab wenige Witze; sobald etwas auch nur irgendwie nach einem Gag aussah, wurde gleich gelacht, obwohl ich den Eindruck hatte, dass der Film es darauf gar nicht wirklich angelegt hatte... und es kam auch nur 2 oder 3 mal insgesamt vor. Spricht eigentlich gegen einen Kinderfilm. Andererseits war der Plot, von den Streitereien abgesehen, eigentlich eher kindgerecht aufgebaut.

Zuerst dachte ich beim Gucken, die Kinder würden sich eher langweilen. Dann schnappte ich von irgendwo ein "spannend" auf und dachte: "Okay, da habe ich mich wohl geirrt. Mir gefällt der Film zwar, aber ich hätte gedacht, für Kinder ist das etwas zu ereignislos und trocken."

Mit dem Eindruck bin ich also nach Hause gegangen. Ein unterhaltsamer Film, der vielleicht mehr die alten Fans der Serie als aktuelle Kinder bedient, aber wohl durch die Spannung interessant genug für die Kinder war.

Jetzt las ich verschiedene Eindrücke, die sich auch teils widersprachen, aber es kam vermehrt durch, dass mehreren Zuschauern und besonders Kindern die Streitereien suspekt waren (obwohl sie für Marx ja noch eher zurückhaltend geraten sind). Das spricht für mich eher gegen einen Kinderfilm und für einen Fan-orientierten Film. Die Chemie und die Freundschaft stimmten anscheinend nicht. (Holla! Sollten die Kinder da so reagiert haben, wie ich die DDF-Bücher dieser Art ebenfalls aufnehme, aus den gleichen Gründen? :-D ). Jedenfalls habe ich den Gedanken niemandem je so richtig abgekauft, dass Kinder sowas wie die zickigen Allüren in Musik des Teufels gerne lesen; das dürfte wohl eher Erwachsene ansprechen...

Der Plot war dann wieder zu simpel und unspektakulär, sollte also wohl für Kinder sein, funktionierte allerdings nicht so recht. Und einige für Kinder langweilige Stellen wurden von anderen auch angemerkt, so wie ich es mir ursprünglich gedacht hatte.

Unterm Strich bleibe ich dabei, dass es für mich als erwachsenen Fan ein guter, unterhaltsamer Film war und ich eine Fortsetzung gucken würde. Einige Schwächen, wie die Streitereien, haben das nicht zu sehr geschmälert.

Aber ich denke immer mehr, dass er als reiner Kinderfilm für diese Zielgruppe gar nicht mal so besonders gut geeignet ist. Die Elemente waren da, einige Stellen funktionerten auch (die Gruft usw.), aber es hätte mehr Humor, mehr Freundschaft und gemeinsames Abenteuer bzw. gemeinsame Ermittlungen gebraucht. Und bessere Bösewichte, die dann zum Schluss auch richtig überführt worden wären, nicht einfach nur im Off.

Und wenn der Film nur für erwachsene Fans gewesen wäre, hätte er einen anderen Plot haben müssen.

Bin aber gespannt, wie die Mehrheitsmeinung zum Film letztlich ausfällt.
danielcc
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Re: Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

Beitrag von danielcc »

Habe de Film gestern per Streaming gesehen.
Zunächst mal eine Ergänzung bzw Aktualisierung zu obigem: Der Film war am Ende der mit Abstand der erfolgreichste der bisherigen Filme (1,6 Mio Zuschauer im Vergleich zu 0,6 bzw 0,9 Mio).

Mein Fazit:
Ich mochte Kinder- / Jugendfilme noch nie, selbst nicht als ich selbst ein Kind war. Mir sind solche Filme oft zu naiv, zu schlecht gespielt. Hinzu kommt, dass eine Verfilmung einer so kultigen Serie zwangsläufig bei den Zielgruppen Kompromisse eingehen muss, so kann man auch hier fragen, für wen der Film in erster Linie sein soll. Insgesamt wirkt der Film wie einer, der einfach für heutige Kinder gemacht wurde, und hier und da hat man Easter Eggs für Fans und Nostalgiker eingestreut. Doch für Kinder wirkt der Film teilweise sehr verstörend und spannend. Ich habe auch aufgrund des Settings teilweise an einen alten Edgar Wallace Film.

Nun denn, ich denke, das ist für Kinder irgendwie unterhaltsam, und die brauchen dann auch wohl diese sehr simpel zugespitzten Messages und kleinen Familien-Dramen.

Ich fand den Film "OK" nicht mehr nicht weniger. Die Story ist leicht wirr, und bekommt einen komischen "Nachschlag" in den letzten 10 Minuten. Das Rumänien Setting ist OK und hat mich auch die ganze Zeit an "die flammenden Spur" erinnert. Fast schade, dass der "Potter" dann nicht erwähnt wurde. Die Darsteller sind halbwegs gut ausgesucht. Es scheint mir, als gebe es immer eine Diskrepanz zwischen dem wie sich Fans Bob vorstellen und wie Filmschaffende ihn haben wollen. Was für mich aber gar nicht ging war die fehlende Chemie zwischen den Drei. Nie im Leben wirkte es so, als seien das die besten Freunde, die schon X Fälle zusammengelöst haben. Was vielleicht Neckereien sein sollten, kam all zu oft wirklich feindselig rüber, so als ob die drei sich eher hassen als mögen. Peters Vater - naja. So einen Konflikt will man halt in einem Kinderfilm, doch auch Mathilda/Titus wirkten eher wenig liebenswert und auch ein wenig feindselig untereinander.

Ich freue mich dennoch auf den angekündigten Karpatenhund und hoffe, dass man da nicht all zu sehr vom Original abweicht
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Re: Drei Fragezeichen Verfilmungen - Erbe des Drachen“ (2023)

Beitrag von Perry Clifton »

Das stimmt, ein Konflikt mit den Eltern ist in einem Jugendfilm durchaus normal. Was so irritierte, war die von dir schon benannte Feindseligkeit und teils Giftigkeit im Umgangston. Das ist so auch nichts für Kinder, das ist einfach nur seltsam.

Seitdem ich nun weiß, dass der Karpatenhund in gleichen Stil "neu erzählt" werden könnte, bin ich sehr skeptisch geworden, was den nächsten Film betrifft.
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